ntoskrnl.exe Bluescreen beheben: 4 Lösungen für Windows 11 und Windows 10
Erfahren Sie, warum der ntoskrnl.exe Bluescreen entsteht und wie Sie den BSOD-Fehler mit einfachen Methoden beheben können.
von Hans Müller | Aktualisiert 20.07.2026 | von Hans Müller
Ein plötzlicher Bluescreen mit einer Fehlermeldung, die auf ntoskrnl.exe hinweist, gehört zu den häufigen Problemen unter Windows. Wenn Windows-11- oder Windows-10-Nutzer mit diesem Fehler konfrontiert werden, entsteht oft Verunsicherung: Viele fragen sich, was die Ursache ist und welche falschen Einstellungen oder Aktionen den Absturz ausgelöst haben könnten.
Wenn Sie ebenfalls mit solchem Problem kämpfen, sind Sie hier genau richtig. In diesem Artikel erfahren Sie, warum dieser Fehler auftritt und welche Schritte Sie durchführen können, um den ntoskrnl.exe Bluescreen (BSOD) unter Windows 11 und Windows 10 Schritt für Schritt zu beheben.

Was ist ntoskrnl.exe und warum tritt ein Bluescreen auf?
Die Datei ntoskrnl.exe ist ein wichtiger Bestandteil des Windows-Betriebssystems. Sie gehört zum Windows-Kernel und übernimmt zentrale Aufgaben wie die Verwaltung von Systemprozessen, Arbeitsspeicher, Hardwarekommunikation und Sicherheitsfunktionen.
Ein solcher ntoskrnl exe BSOD zeigt sich häufig durch verschiedene Bluescreen-Fehlercodes wie beispielsweise IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL, SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION oder PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA.
Die häufigsten Ursachen haben wir im Folgenden zusammengefasst:
Veraltete oder fehlerhafte Treiber
Treiber ermöglichen die Kommunikation zwischen Windows und den verbauten Hardwarekomponenten wie Grafikkarte, WLAN-Adapter, Festplatte oder Mainboard. Wenn ein Treiber veraltet, beschädigt oder nicht vollständig mit der aktuellen Windows-Version kompatibel ist, kann dies zu Konflikten auf Kernel-Ebene führen.
Da ntoskrnl.exe direkt mit vielen Hardwareprozessen verbunden ist, kann ein fehlerhafter Treiber einen Systemabsturz auslösen und anschließend als Ursache für den Bluescreen angezeigt werden.
Beschädigte Windows-Systemdateien
Windows benötigt zahlreiche Systemdateien, damit der Kernel und andere wichtige Komponenten zuverlässig funktionieren. Werden diese Dateien durch fehlerhafte Updates, plötzliche Systemabschaltungen oder Schadsoftware beschädigt, kann dies die Stabilität des gesamten Systems beeinträchtigen.
In solchen Fällen kann Windows bestimmte Prozesse nicht mehr korrekt ausführen, wodurch ein ntoskrnl.exe Blue Screen unter Windows 11/10 entstehen kann.
Probleme mit RAM oder Hardware
Der Arbeitsspeicher (RAM) spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität von Windows. Fehlerhafte RAM-Module, falsche Einstellungen oder instabile Hardware können dazu führen, dass Windows ungültige Daten verarbeitet und der Kernel abstürzt.
Wenn der Bluescreen regelmäßig unter hoher Belastung auftritt, beispielsweise beim Spielen oder bei rechenintensiven Anwendungen, sollte die Hardware genauer überprüft werden.
Windows-Updates oder inkompatible Software
Windows-Updates verbessern normalerweise die Sicherheit und Stabilität des Systems. Allerdings können neue Updates in seltenen Fällen Konflikte mit vorhandenen Treibern oder installierter Software verursachen. Auch Programme, die tief in das System eingreifen – beispielsweise Antivirenprogramme, Tuning-Tools oder virtuelle Laufwerke – können mit Windows-Komponenten kollidieren und einen ntoskrnl.exe Bluescreen-Fehler verursachen.
Wenn der Fehler direkt nach einem Update oder einer neuen Programminstallation aufgetreten ist, lohnt es sich zu prüfen, ob eine Rückgängigmachung der letzten Änderungen das Problem beheben kann.
ntoskrnl.exe Bluescreen in Windows 11/10, was tun?
Um den BSOD-Fehler möglichst schnell zu beheben, sollten Sie die möglichen Ursachen Schritt für Schritt überprüfen. Im Allgemeinen lassen sich die meisten ntoskrnl exe Blue Screen Probleme durch die Durchführung der folgenden vier Schritte beheben.
Treiber aktualisieren
Die Suche nach passenden Treibern ist allerdings oft zeitaufwendig, da jede Hardware unterschiedliche Treiberversionen benötigt. Außerdem erkennt Windows nicht immer automatisch die aktuellsten oder kompatibelsten Treiber.
Eine einfachere Möglichkeit bietet ein automatischer Treiber-Updater wie Driver Booster. Das Tool erkennt veraltete, fehlende oder fehlerhafte Treiber automatisch und hilft dabei, wichtige Systemtreiber mit wenigen Klicks zu aktualisieren.
So aktualisieren Sie Treiber mit Driver Booster
Installieren Sie Driver Booster und starten Sie die Software

Klicken Sie auf “ Prüfen”, um alle veralteten und fehlerhaften Treiber auf einmal zu erkennen.
Klicken Sie auf “Jetzt aktualisieren”, um automatisch veraltete Treiber zu aktualisieren und fehlerhafte zu reparieren.
Windows-Systemdateien reparieren
Windows verfügt bereits über integrierte Werkzeuge, mit denen sich beschädigte Systemdateien überprüfen und reparieren lassen.
So reparieren Sie die Systemdateien mit SFC
Drücken Sie die Windows-Taste und geben Sie cmd ein.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf “Eingabeaufforderung”.
Wählen Sie “Als Administrator ausführen”.
Geben Sie den Befehl sfc /scannow ein.
Warten Sie, bis die Überprüfung abgeschlossen ist.
So reparieren Sie die Windows-Komponenten mit DISM
Falls SFC den Fehler nicht vollständig beheben kann, können Sie zusätzlich das DISM-Tool verwenden.
Öffnen Sie erneut die “Eingabeaufforderung” als Administrator
Führen Sie den Befehl aus: DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
Starten Sie nach Abschluss der Reparatur den Computer neu und prüfen, ob der ntoskrnl.exe BSOD weiterhin auftritt.
RAM oder Hardware prüfen
Wenn die bisherigen Lösungen keine Verbesserung bringen, sollten Sie die Hardware überprüfen. Fehler im Arbeitsspeicher (RAM) gehören ebenfalls zu den möglichen Ursachen. Windows bietet ein eigenes Werkzeug zur Überprüfung des Arbeitsspeichers.
So verwenden Sie Windows-Speicherdiagnose
Drücken Sie gleichzeitig die Tasten [Windows] + [R].
Geben Sie mdsched.exe ein.
Wählen Sie “Jetzt neu starten und nach Problemen suchen”. Windows führt anschließend einen Speichertest durch und zeigt nach dem Neustart mögliche Fehler an.
Zusätzlich sollten Sie überprüfen, ob alle Hardwarekomponenten korrekt angeschlossen sind und ob ungewöhnliche Temperaturen oder Geräusche auftreten.
Kürzlich installierte Updates entfernen
Windows 11 und Windows 10 bieten Möglichkeiten, kürzlich installierte Updates oder Programme schnell zu entfernen.
So deinstallieren Sie letzte Windows-Updates
Öffnen Sie die Einstellungen mit der Tastenkombination [Windows] + [I].
Gehen Sie zu: Windows Update → Updateverlauf → Updates deinstallieren
Wählen Sie das zuletzt installierte Update aus.
Klicken Sie auf “Deinstallieren”.
Nach einem Neustart können Sie prüfen, ob der Bluescreen verschwunden ist.
So entfernen Sie kürzlich installierte Programme
Öffnen Sie Einstellungen.
Gehen Sie zu: Apps → Installierte Apps
Suchen Sie das entsprechende Programm.
Klicken Sie auf “Deinstallieren”.
TIPP
IObit Uninstaller kann helfen, kürzlich installierte Windows-Programme anzuzeigen und sie mit nur einem Klick zu entfernen.
Fazit
Ein ntoskrnl.exe Bluescreen (BSOD) in Windows 11 oder Windows 10 lässt sich in vielen Fällen beheben. Da fehlerhafte oder inkompatible Treiber jedoch zu den häufigsten Auslösern gehören, sollten die installierten Treiber regelmäßig überprüft und aktuell gehalten werden.
Wer die manuelle Suche nach passenden Treibern vermeiden möchte, kann mit IObit Driver Booster einen automatischen Treiber-Updater nutzen. Das Tool hilft dabei, veraltete oder fehlerhafte Treiber schnell zu erkennen und zu aktualisieren, sodass die Stabilität und Kompatibilität des Windows-Systems verbessert werden kann.
Autor
Hans Müller
Hans Müller ist ein erfahrener Experte für Windows-Systeme sowie für Computerhardware und -software. Er widmet sich der Erstellung praxisnaher und leicht verständlicher Artikel, um Nutzern dabei zu helfen, Computerprobleme effizient zu lösen und neue technologische Lösungen zu entdecken.